Manche Menschen können Intimität nicht von Emotionalität trennen. Dazu gehörten wohl Woyzeck und Teresa, und vielleicht auch Paul Celan. Wunderlich scheint ihnen ein promiskes Leben und halten sich davon fern wie die Hand, die schon einmal die Hitze erfahren hat.

Es braucht eine Zeit, bis man auf diesen Zusammenhang stößt. Wenn man dann von dem einen auf das andere schließt, heißt das noch lange nicht, dass es auch umgekehrt gilt: Intimität vielleicht nur mit Emotionalität, aber Emotionalität nicht ohne Intimität?

Es sind nicht die geraden Linien in unserer Handfläche, die uns Erfahrung lehren. Es sind die Brüche, von denen wir lernen. Emotionalität, die einmal gebrochen wurde, reagiert anders auf Intimität. Dance like nobody is watching wird zu einem unerreichbaren Ideal: Die Erfahrung und das Leben sind linear. Zyklisch wiederkehrt nur die Hoffnung, dass es anders wäre.

Foto: Emotionalität, die gebrochen wurde
Bild: Emotionalität, die gebrochen wurde (Foto: Wolfgang Schnier)

Geschrieben von Wolfgang Schnier

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